Einige wissen, dass ich bei search.ch arbeite. Seit gestern ist offiziell bekannt, dass tamedia search.ch übernehmen will.
Ausgangslage
Das Ganze ist mir schon etwas länger bekannt und es führte auch zu diversen internen Diskussionen unter anderem auch mit der Post. Die Mitarbeiter von search hatten am Schluss ein Papier verfasst, mit ihren Forderungen, die für eine Übernahme von jedem Kandidat erfüllt sein sollen. Im Groben war dies der Erhalt des Status-Quo.
Das Papier wurde durch die Post an den Käufer tamedia überreicht.
Die Post und tamedia hat die ganze RIM zu einem 1h Infoanlass eingeladen. Es wurde uns mitgeteilt, dass Herr Kall (CEO tamedia) auf unsere Forderungen eingehen soll. Die Forderungen würden keine Probleme darstellen.
Es kam alles anders.
Informationsanlass, 2. Oktober 2008 17h00 im Au Premier im HB
Händeschütteln mit allen. Wow.
Anwesend waren Herr Kunz (Mitglied Konzernleitung Post), Herr Hurni (Mitglied Konzernleitung Post), Herr Tonini (Stv CEO tamedia) und Leiter Technik 20min (Name leider vergessen). Dann noch Pressesprecher und ein paar andere Unbekannte, die nicht vorgestellt wurden.
Herr Kall liess sich entschuldigen, er sei andersweitig beschäftigt. Naja, fängt ja gut an.
Herr Kunz nahm das Wort und erklärte Ausgangslage und Generelles, was wir schon aus der Presse vom Tag erfahren hatten.
Dann sprach Herr Tonini ein paar Worte über den TA Konzern, mögliche Synergien, wo TA search helfen könnte (da gab es Punkte wie Newscontent, Vermarktung, Adressen der vielen Abonnenten) und nächste Schritte.
Kein einziges Wort zu unseren Forderungen.
Am Ende Fragen und Antwort.
Meine persönliche Analyse
Ich habe den Informationsanlass frustriert verlassen und bin auch nicht zum anschliessenden Apero geblieben. Aber eines nach dem anderen.
Was war gut:
- Jedem wurde die Hand geschüttelt. Macht guten ersten Eindruck!
- Mitarbeiter des Übernahmekandidats 20min (der leider viel zu spät zu Wort kam, siehe unten)
- Je länger der Anlass dauerte, desto schlechter wurde die Stimmung bei RIM. Die Post hat dies sehr gut erkannt und versucht, die Gemüter etwas zu beruhigen. Zuletzt, hat Herr Kunz den Vorschlag gebracht, dass man sich im Nov/Dez trifft, um die Forderungen zu diskutieren.
- Ev. der Apero
Was war schlecht:
Die Ausgangslage war schon alles andere als gut.
Eine Übernahme wird von den Betroffenen immer mit gemischten Gefühlen angeschaut. Umso wichtiger ist es hier, dass eine gute Kommunikation stattfindet, um die Leute mit ins Boot zu nehmen. Hier meine Mängelliste:
- Wieso muss der Mitarbeiter immer zuerst in der Presse von möglichen Plänen und Vorgehen erfahren?
Übernahmen sind per se heikel, da sollten die Mitarbeiter vor der Presse umfassend informiert werden. - Herr Kall lässt sich kurzfristig ohne Begründung entschuldigen.
Erster Gedanke meinerseits: “Hat er Angst vor uns?”. Zweiter Gedanke: “Sind wir ihm zuwenig wichtig?” - Sie hätten uns proaktiv abholen sollen
Unterdessen sollte es sowohl der Post als auch tamedia klar sein, dass uns die Forderungen wichtig sind. Wie holt man die Leute ab? Indem man proaktiv auf die Forderungen und das Papier eingeht und indem man den Anwesenden ein Gespräch zu den Punkten anbietet. Eine gute Vorbereitung beeinhaltet auch die Frage “Welche Erwartungen hat mein Publikum?” - Forderungen soll man nicht beschmunzeln
Die Forderungen kamen dann (wir waren gut vorbereitet
) bei den Fragen und Antworten. Erste Reaktion von Herrn Tonini (nicht wort-, aber inhaltsgetreu): “Ich habe das Papier natürlich mit Herrn Kall besprochen und wir mussten ehrlich gesagt schmunzeln.” (lächelt dabei auch). Mein erster Gedanke hier “Da gibts nichts zu lachen. Es ist Ernst. Scheint, dass tamedia uns da nicht versteht” - Integration RIM.
Auf einer Folie stand genau dies. Und genau dies wollen wir nicht (Forderungen). Das ist schon fast ein Affront. Wenn man ein Papier mit Forderungen vor sich hat, soll man genau überlegen was und wie man auf eine Folie setzt, ausser man sucht die Konfrontation. Wir wollen weiter so (erfolgreich) arbeiten und eigenständig entscheiden können wie bis anhin. - Allgemeines Wissen über die gekaufte Firma
Ein Thema war (natürlich) Firmensitz. Herr Tonini wusste leider nicht wo der Hauptsitz der RIM ist. - Arroganz ist Gift.
Ruhig zuhören, sich Notizen machen und die gegenübersitzenden Leute ernst nehmen. Schmunzeln ist hier nicht angebracht. - 20min als Beispiel eines Übernahmekandidats
Die Schilderungen des Übernahmekandidats 20min hätten nicht als Feuerlöscher eingesetzt werden sollen, sondern schon zu Beginn, zB nach der Stellungsnahme zu Wort kommen sollen. - Die Folien waren zu klein. Man konnte fast nichts lesen. Mich erstaunt es immer wieder, wie so einfache Punkte nicht berücksichtigt werden
Mein Fazit
tamedia scheint sehr zahlenlastig und “beratermässig” zu agieren, was weiter nicht erstaunt bei einem börsenkottierten Unternehmen. “Wir analysieren und entscheiden anhand logischer Vorgaben. Sie können uns gerne in der Diskussion davon überzeugen, dass Ihr es besser macht“.
Falsch! Nutzt doch die Chance, dass Ihr Knowhowträger in einem Bereich habt, den Ihr (noch) nicht so gut abdeckt. Holt das Knowhow ab, fragt, wie wir es bei den anderen Projekten umsetzen würden! Gibt uns noch mehr Verantwortung in dem Bereich, nicht weniger.
Mein erster Eindruck tamedia:
[ Update: Weitere Diskussionen zum Thema gibts auch auf medienlese ]
Patrick says:
tut mir leid, das zu lesen. hoffe es wird noch alles gut für euch. kall ist als knallharter manager bekannt. doch sie haben euch übernommen und versprechen sich etwas davon. es bleibt also abzuwarten in welche richtung es geht.
October 3, 2008, 09:54bugsierer says:
danke für diesen erschüttenden bericht aus den skurrilen eingeweiden dieser verheissungsvollen firmenübernahme. unglaublich, wie schlampig die sowas durchziehen. ich bin entsetzt.
October 3, 2008, 10:49keepthebyte says:
Übernahmen sind heikel – aus eigener Erfahrung (3x Übernommen) haben viele Manager den Unterschied zwischen einem “passioned engineering team” und einer “committed workforce” nicht verstanden. Die eigenen kommen am Morgen zur Arbeit weil sie im Team ihre Ideen verwirklichen wollen – und sich gemeinsam auf “values” geeinigt haben – mit welchen sie das tun wollen. Die anderen gliedern sich ein – und probieren das Beste aus der täglichen Situation zu machen.
Bei Übernahmen eines passioned engineering teams – wie search.ch eines ist – ist das grösse Asset die Leute – folgend danach die Technologie welche über die Jahr hinweg erfolgreich im Einsatz ist. Das hören Manager nicht gerne – “jeder ist auswechselbar”. Was auch stimmt! Doch die Geschichte lernt uns – will man im Web wirklich vorne dabei sein – braucht es mehr als eine “committed workforce”.
Persönlicher Rat: Aktiv den Kontakt suchen – und versuchen herauszufinden was der Käufer für Ideen hat (die Leute fragen die es ausgeheckt haben – das sind meist nicht die Top Manager
und wenn auf der anderen Seite nicht viel Verständnis für die “passioned” Anliegen vorhanden sind – move on to a greener pastures.
October 3, 2008, 11:14yabadabidu says:
Vielleicht antwortet dir Kall oder Tonini persönlich auf deinen Eintrag. Bin gespannt!
October 3, 2008, 11:45AlDr says:
Zwei Dinge:
a) es geht im Kapitalismus nicht sehr romantisch zu und her. Wenn ich primär auf Geldvermehrung aus bin und dann Geld ausgebe, will ich – später – das investierte Geld und noch etwas mehr wieder einnehmen. Stehen Eure Forderungen dem im Weg? Bedenke: die Zufriedenheit der MA ist nur notwendig, wenn sie dem Geldvermehrungsziel zuträglich ist.
b) Search.ch war bis jetzt ja nicht gerade zum kommerziellen Erfolg verdammt. Das ist eine Luxussituation, um die euch viele beneiden. Möglicherweise hat sie aber nicht Bestand. Auch das ist – sehr – unromantisch.
October 3, 2008, 11:59Alex Schröder says:
Oje.
October 3, 2008, 12:092ni says:
@keepthebyte Danke für die Hints. Wurde auch schon übernommen und letztes Mal ging es eigentlich wirklich gut. Es wäre nicht so, dass wir den Kontakt nicht schon öfters gesucht hätten. Es brauchte bis jetzt schon einiges an Aufwand, dass es überhaupt stattfindet und wurden mehrmals auf einen späteren Zeitpunkt vertröstet. Zur Verteidigung: Der Deal ist sicher sehr komplex, es geht ja nicht nur um search.
Am WE werd ich mal mein CV aufpolieren. Arbeitszeugnis ist auch schon fast unterschrieben. So ein Wechsel ist sowieso ein guter Zeitpunkt, die eigene Arbeitssituation mit etwas Abstand anzuschauen und seine Dokumente auf Vordermann zu bringen
Mögliche Gewinner beim Ganzen: Swisscom
@AIDr Wir sind sehr wohl kommerziell erfolgreich. Schreiben seit eh und je schwarze Zahlen und unser Umsatz/Gewinn wächst.
October 3, 2008, 12:12Rafael says:
Ich habe ja genau gewusst dass es so kommt und deswegen war ich gestern auch nicht so vor den Kopf gestossen wie einige von uns. Es war wirklich ein Desaster. Man hat uns erzählt wie es damals war, als sie Callcenter zusammengelegt haben……das muss man sich mal vorstellen. Vergleichen unsere Ansprüche mit denen eines Callcenters.
@keepthebyte: Jeder ist auswechselbar – stimmt genau. So wird bzw. MUSS von einem börsenkotierten Unternehmen gedacht werden. Deswegen war ich auch als einziger in der GL davon überzeugt dass sie keinen Deut auf uns eingehen sondern ihren Plan fahren werden.
Buddha und ich fragten einen Vertreter der Online-Geschichten von Tamedia: Wenn wir uns in Zukunft über einen strategischen Aspekt streiten – wer wird das letzte Wort haben? Er antwortete: Wer zahlt hat Recht…….ich lachte nur, aber Buddha wurde sauer und meinte: Das ist keine Grundlage für Zusammenarbeit mit uns. Der Onlinespezialist von Tamedia hat dann noch nachgeschoben dass das bessere Argument zählt. Dann ist aber wieder die Frage im Raum: Wer definiert das bessere Argument? Und bei einem börsenkotierten Unternehmen ist es sicher der kurzfristige Gewinn welcher die Argumente wertet. Ich denke einfach dass wir nicht die richtigen Leute sind um mit solchen Managementmethoden warm zu werden.
@2ni: Ich hab am Weeky frei:-). Mein CV habe ich schon in den letzten Wochen gemacht.
October 3, 2008, 13:10Benjamin says:
AYAYAY, so stellt man sich das vor. Schade, dass die Klischees immer wieder bestätigt werden. Eigentlich sollte man die “Public Companies” abschaffen.
Sobald eine Unternehmung anonym (Société Anonyme) wird, gehen grundsätzliche Mechanismen einfach verloren. Ich weiss nicht, wie es sich verhalten hätte, wenn die Firma der Geschäftsleitung persönlich gehören würde und der CEO einen markanten Stake in der Firma hätte. Vielleicht wäre er dann abkömmlich gewesen und hätte sich darum gekümmert den phantastischen Brainpool sinnvoll in der neuen Struktur einzubringen.
Ich denke so oder so, dass sich die Tamedia Jungs und Mädels früher oder später um Eure Fähigkeiten reissen werden. Da es Ihnen aber nicht im eigenen Portemonnaie brennt, kann dies halt noch eine Zeit dauern…
Ich wünsche Euch unabhängig der neuen Eigentümerstruktur weiterhin viel Spass und Erfolg mit Euren Projekten!
October 3, 2008, 14:10Chris says:
Keine Ahnung ob Dir das hilft, aber wir suchen gute Leute. Wir sind 120 Nasen, die gerne und recht gut programmieren, Handwerker & ehrlich sind, gerne mit Kunden zusammenarbeiten. Hierarchien und Reglemente etc. haben nicht wenige. cru@bsiag.com
Zum Statement von “AlDr: Bedenke: die Zufriedenheit der MA ist nur notwendig, wenn sie dem Geldvermehrungsziel zuträglich ist.”
October 3, 2008, 14:26Das glaube ich nicht; In einer Firma, bei denen die Atkionäre auch die Mitarbeiter sind und umgekehrt, pendelt sich ein recht sinnvolles Gleichgewicht zwischen Geld und Spass ein.
bö says:
sali denis, merci für deinen post: http://issuu.com/blickamabend/docs/03102008_zh/5
October 3, 2008, 15:36Jürg Stuker says:
Je länger ich Erfahrungen im Umfeld grosser Firmen sammle, desto weniger verstehe ich, wie diese überhaupt Erfolg haben können. Und desto sicherer bin ich mit nie in so einer Struktur arbeiten zu wollen (auch nicht am Anfang der Futterkette!)
Auf der anderen Seite ist das evt. auch “the entrepreneurs dream” nämlich dort zu wirken, wo ich wirken darf und nicht an Reglemente und Excel aber an Menschen und Erfolg zu glauben. Der Rest ist für Leute die anders gestrickt sind…
Irgendwie komme ich mir vor wie der “alte Sack” der jeden Tag des selbe erzählt… http://blog.namics.com/2008/10/man_kann_nicht.html
October 3, 2008, 15:51Andreas Goeldi says:
Tut mir leid, das zu hören. Übernahmen sind ja nie ein Spass, aber das klingt nun doch besonders misslungen.
Leider verstehen “Old Media”-Unternehmen weiterhin nicht mal ansatzweise die Bedeutung von Technologie und erst recht nicht, dass gute Technologie von talentierten Menschen gemacht wird. Und dann wundert sich die Schweizer Medienbranche, dass Ihnen Google im Onlinemarkt die Butter vom Brot nimmt.
October 3, 2008, 16:07Reto Hartinger says:
Oh, Scheisse Denis. Sorry, dass es so gelaufen ist. Als wir search.ch an die Post verkauft haben hat mir Dani Niklaus etwas gesagt, das ich mir immer vor Augen hielt: “Es ist egal wie schlecht oder dumm der Käufer ist, er meint immer dass er es besser kann als die übernommene Firma. Sonst würde er sie ja nicht kaufen. Das Alte kann nicht gut sein.” Aber ganz so überheblich war die Post auch nicht.
October 3, 2008, 16:09Ex-Pöstler says:
Und Michel Kunz ist der Vorzeige-Technokrat, für den Menschen wirklich nur “humane Ressourcen” sind…
October 3, 2008, 16:13keepthebyte says:
Nun wo die Scherben verbrochen sind… Leider sieht man genau dies immer wieder – auch im “besten” Hause Google häufen sich die Geschichten (da gibt’s immerhin noch zuerst Honeymoon – darauf folgt das grosse Schweigen – da die Entwickler für anderen Projekte abkommandiert sind).
Es gibt verschiedene gute Gründe warum ein Verlagshaus sich online Kompetenz und Traffic-steams einkaufen sollte. Jedoch “collateral damage” scheint mir nicht gerechtfertigt (teil eines grösseren Deals!).
Die Migration von Audience und Umsatz in einem Verlag durchzubringen – verlangt einiges an Durchsetzungsvermögen (establishment vs. new business). Das zieht demnach auch Persönlichkeiten an welche dem Umfeld gewappnet sind.
Im online Umfeld innovativ sein (die Benutzer ideal bedienen und immer wieder mit neuen Möglichkeiten überraschen) hat selten mit einem knallharten Businessplan zu tun. Warum? Der Benutzer hat die Wahl! – Er wird wählen was ihm am besten passt. Doch was ist das Beste für ihn? Eine Top-to-bottom Organization wird die “Beste” Lösung nicht finden. Bessere Chancen haben hochmotivierte Teams – mit viel Eigenverantwortung und einer Vision (die kann gerne von oben kommen).
@2ni: bis am Dienstag im Flug nach London – freue mich.
October 3, 2008, 19:41Fredy says:
Üble Sache. Vermutlich geht es keine drei Monate, und das Core-Team ist auf die Hälfte geschrumpft. Die Stimmung ist a. A., es werden neue Chefs und Teamleader rekrutiert, man holt noch zwei drei Biz-School Abgänger, die nichts können als schöne Power-Point-Schleudern basteln, und all jene mit viel Kompetenz und etwas grösserer Loyalität ärgern sich nach spätestens einem halben Jahr, weshalb sie nicht schon vor Monaten gekündigt haben.
Das ganze erinnert mich meinen eben erlebten McKinsey-Kahlschlag. http://www.blogg.ch/index.php?/archives/766-Good-bye-and-good-luck,-Zattoo!.html
October 4, 2008, 17:21ChrisP says:
Ich wünsch euch viel Kraft. Ich hab auch meine Übernahmeerfahrungen durchgestanden (2 mit keepthebyte, 1 dann noch später). Höhepunkt war ein Top-Manager aus Paris, der bei uns vorbeikam und die Vorteile des Mergers darstellte und dann auch Fragen beantwortet hat. Als Vorteile des Mergers stellte er stets nur nebensächliche Verbesserungen für Mitarbeiter in Aussicht. Man könne besser zusammenarbeiten, aus einem grösseren Pool von Wissen schöpfen, Synergien etc. Schon das machte stutzig, denn dafür hätten die uns nicht alle übernehmen brauchen. Da wurden alle schon von Anfang an misstrauisch, denn der Top-Manager argumentierte sehr schwach die Vorzüge.
Höhepunkt aber waren dann die Fragen und Antworten. Zu einigen Fragen unserer Mitarbeiter gab es dann wirklich diese Antworten, Zitat: “You know what? I tell you something. I don’t care.” Und das nicht nur einmal. Dieser Franzose fand die Sätze so cool, welche er immer mit einer Hand in der Hosentasche verlautbarte, er musste sich wirklich ganz ganz toll vorkommen. Und wie ernst kann man jemanden dann noch nehmen, der mit solchen abschätzigen Floskeln um sich wirft?
Es scheint, bei Übernahmen haben die Manager ihre Hausaufgaben einfach nicht gemacht. In jedem popeligen Grundschullehrbuch steht, auf was alles geachtet werden sollte. Und trotzdem kam es in meiner Erfahrung immer anders, nämlich so, wie man es NICHT machen sollte. Traurig, traurig.
October 5, 2008, 11:43Chris says:
> Und Michel Kunz ist der Vorzeige-Technokrat, für den Menschen wirklich nur “humane Ressourcen” sind…
kenne Michel Kunz recht gut, und habe ein sehr guten Eindruck von ihm.
October 5, 2008, 22:48Stöge says:
Als ex. RIM – MA freut mich das nicht wirklich zu hören. Wünsche Euch allen gutes Gelingen, was ihr auch immer anstellen werdet …
October 9, 2008, 10:12